Imagine

   Erstmals in meinem Leben hatte ich mit der Stadt Liverpool im fünften Schuljahr zu tun. Und zwar im Englischunterricht, wo ich folgende Textpassage vorlesen musste: »Michael is from London, Susan from Oxford and John from Liverpool«.

   Es war zu jener Zeit, als wir noch einen irren Spaß daran hatten, selber Witze zu erfinden, über die heute kein Mensch mehr lächeln würde. Wir jedenfalls hatten damals einen Riesenspaß. Wie beispielsweise an unserem Liverpool-Witz, der im Nachhinein betrachtet eigentlich gar kein Witz im klassischen Sinne, sondern eher eine plumpe Feststellung auf Eifeler Mundart war: »Liver (ne) pool em Jade, als im Somme dauernd bes zum Freybad zo fahre«. Zu Deutsch: »Lieber (= Liver-) ein Schwimmbecken (= -pool) im Garten, als im Sommer ständig bis zum Freibad fahren zu müssen«. Es sollten mehr als fünfundzwanzig Jahre vergehen, bis dass ich es das zweite Mal mit Liverpool zu tun bekam.

   Nur ein paar hundert Meter Luftlinie vom Stadtzentrum entfernt, auf der gegenüberliegenden Seite des Mersey Rivers, betreibt einer unserer Kunden eine Chemiefabrik. Dorthin machte ich mich auf den Weg.

   Als nach der Landung auf dem Liverpooler Flughafen das Flugzeug in Richtung Terminal rollte, entdeckte ich den ersten Hinweis darauf, dass diese Reise – mal Abgesehen von der Reparatur unserer Maschine – ein musikalisch unterhaltsamer Abstecher in die Vergangenheit werden würde. Aus dem Fenster blickend las ich auf dem Flughafengebäude in großen Lettern, »John Lennon Airport«.

   Entschuldigen Sie vielmals, ich habe gerade gelogen. Aber mir gefiel die Einstimmung, »in Liverpool« gelandet zu sein, so gut. Da aber die Lufthansa von Düsseldorf aus keinen Direktflug dorthin anbot, landete ich in Manchester. Was aber nicht weiter schlimm war. Denn Liverpool liegt in unmittelbarer Nachbarschaft von Manchester, wo am Flughafen ein schnittiger Mietwagen für mich reserviert war. Mit diesem machte ich mich an meinem freien Wochenende auf in Richtung Liverpooler Innenstadt.

   Doch statt vom Hotel in Birkenhead durch den gleichnamigen Tunnel auf die andere Flussseite des Mersey Rivers nach Liverpool zu fahren, parkte ich den Wagen früh morgens am Fähranleger. An einem auf Nostalgie getrimmten Fahrkartenhäuschen kaufte ich bei einer entsprechend zur Aufmachung passenden Dame ein Ticket und stieg auf eben jene Fähre, die durch einen Song von Gerry & The Pacemaker weltberühmt wurde. Und während mich die »Ferry« über die Wellenkämme des »Merseys« schipperte, (der nebenbei erwähnt, der am schnellsten fließenden Strom der nördlichen Hemisphäre ist,) erklang aus der Bordlautsprecheranlage:

   »So ferry 'cross the Mercy
   'cause this land’s the place I love
   and here I’ll stay …«

  • So als ob ich der Einzige an Bord wäre, stimmte ich zum Leidwesen der anderen Passagiere im Text mit ein:

      »People around every corner,
      they seem to smile and stay,
      we don’t care what your name is boy,
      we’ll never turn you away.
      So ferry 'cross the Mercy
      'cause this land’s the place I love
      and here I stay«.

      Meine musikalische Reise nahm ihren Lauf …

       Am Albert Dock, der historischen Hafenanlage Liverpools angekommen, ließ ich mich, entgegen meiner Prinzipien eine fremde Stadt erst einmal zu Fuß zu erkunden, von einem lustig gelbblau und grün lackierten Bus zu einer Stadtrundfahrt verführen. »Magical Mystery Tour« war in Regenbogenfarben auf seiner Längsseite zu lesen, und auf den Radkappen stand das Thema, »The Beatles Tour«. Ein Infoplakat versprach, dass man in einem Nachbau von jenem Bus, wie er 1967 in dem Beatles-Film »Magical Mystery Tour« zum Einsatz kam, rund zwei Stunden kreuz und quer durch Liverpool gegondelt werde, und wozu ein erfahrener Reiseleiter die Geschichte der Beatles und ihrer Stadt erzählen würde. Und alles für nur 12,5£.

       Ich war der Letzte der einstieg. Inmitten des aus allen Altersklassen zusammengewürfelten Touristengrüppchens entdeckte ich die noch einzige freie Bankreihe. Ich nahm Platz, die Türen klappten zu –, und just als der Bus sich in Bewegung setzte, erklang aus der Lautsprecheranlage die rauchig heitere Mikrofonstimme unseres Reiseleiters: »Good morning ladies and gentlemen. My name is Alex«, worauf wir alle im Chor, so als ob man es vorher mit uns eingeübt hätte, »Good morning Alex« riefen. Es war einfach entzückend. Gleich von Beginn an. Das untypische englische Wetter – wolkenlos blauer Himmel und strahlender Sonnenschein – tat das seinige dazu.

       Abgesehen von einigen roten Ampeln war unser erster planmäßiger Halt in einer unscheinbaren Seitenstraße des Liverpooler Vorortes Wavertree vor einem roten Ziegelsteinreihenhaus mit hübsch bepflanzten Blumenkästen: »Here we are«, meinte Alex gewichtig, Arnold Cove number 12, the Geburtshaus von George Harrison«. (Please, alle aussteigen.)

       So als ob jeder von uns Tourteilnehmern höchstpersönlich einen erheblichen Beitrag zum Bau dieses Eigenheimes beigetragen hätte, postierten wir uns, einer nach dem anderen, vor dem Türeingang, wobei der bedauernswerte Alex zweiundfünfzig Mal das für Touristen so typische »Seht-nur-ich-war-da-Beweisfoto« schießen musste.

       Unterdessen erzählte er, dass wir dem guten alten George, neben seinem großartigen Wirken als Beatles Leadgitarrist und -Songwriter, noch einige andere schöne Dinge zu verdanken haben. Beispielsweise transferierte er Meditationstechniken aus Indien zu uns in den Westen. Und er schenkte uns als Monty Python Mit-Produzent eine so herrliche Satire wie »Das Leben des Bryan«.

       Und während ich die Arme ausbreitete, die Lebenslektion Nummer eins in positivem Denken, sprich, die Melodie von »Always look on the bright side of life« pfiff und dabei meinen Kopf wie meschugge hin und herwiegte, beobachtete ich alle, die bereits von Alex fotografiert worden waren.

       Auf Zehenspitzen balancierend überbrückten sie die Zeit bis zur Weiterfahrt damit, sich vor den Fensterbänken der Nachbarhäuser neugierig die Hälse zu verrenken. Einige machten sogar abwechselnd Räuberleiter oder zogen sich in Klimmzugmanier an den Fensterbänken hoch. Vermutlich in der Hoffnung, durch die langen Gardinen einen, Wow! echten Nachbarn von George Harrison zu Gesicht zu bekommen.

       Für den Fall, dass ich eines Tages berühmt werden sollte und Menschen aus aller Herrn Länder scharenweise in die Paradiesstraße 58 nach Merode (Kreis Düren in NRW) pilgern, möchte ich mich hiermit schon jetzt bei meiner Mutter und allen früheren Nachbarn, insbesondere bei Frau Broßler und Frau Klein, für die tagtägliche Störung durch Gaffer entschuldigen. Selbstverständlich werde ich für die Verlängerung Eurer Gardinen aufkommen.

    (Please, alle wieder einsteigen.)

       Als nächstes brachte uns Alex in den Stadtteil Woolton. In der Menlove Avenue No. 251 stoppte der Bus: just in front of jener Doppelhaushälfte, (Please alle wieder aussteigen), in der der kleine John Lennon bei Tante Mimi und Onkel George – Johns Eltern waren devorced, so Alex – wohlbehütet aufwuchs und achtzehn glückliche Jahre seines Lebens verbrachte.

       Nachdem jeder von uns seinen persönlichen Beitrag dazu geleistet hatte, dass das wohl am häufigsten fotografierte Erkerfenster Großbritanniens seinen seltenen Status beibehält – in dem Zimmer dahinter soll John Lennon gelernt haben Gitarre zu spielen – fuhren wir weiter. (Please, alle wieder einsteigen.)

       Nach ein paar Straßenecken konnten alle, die das Glück hatten auf der linken Seite des Busses Platz genommen zu haben, im Vorbeifahren einen Blick auf jenes Gebäude erhaschen, (Please, nicht aussteigen), wo sich John Lennon und Paul McCartney das erste Mal trafen. This happened, so Alex, am 6. Juli 1957; der Tag, der zu one of most important days in der britischen Popgeschichte werden sollte.

       Urplötzlich stoppte der Bus in einer engen, lang gezogenen Kurve am Stadtrand von Liverpool. (Please, alle wieder aussteigen.)

       Während wir im Entenmarsch hinauswatschelten, rechnete ich damit, aus den Ritzen des Kühlergrills weiße Dampfwölkchen puffend aufsteigen zu sehen; oder dass Alex die Kräftigsten aus der Gruppe freundlich darum bitten würde, ihm beim Hochbocken des Busses behilflich zu sein, um den platten Zwillingsreifen schneller gewechselt zu bekommen. Doch nichts dergleichen geschah.

       Stattdessen wies Alex auf ein dunkelrotes, nicht besonders schönes schmiedeeisernes Tor mit Graffitis auf beiden Betonstützpfeilern: »Well, this was the ehemaliger Entrance zu den famous Strawberry Fields«.

       Durch die S-förmig gewundenen Verzierungen des Tores blickte ich auf ein parkähnliches, teils von Gebüsch überwuchertes Gelände. On these Area, so Alex weiter, unterhielt die Heilsarmee bis noch vor few years ein Waisenhaus, wo der little John Lennon als child mit seinen friends spielte.

       Als ich da so stand, mit beiden Händen die von Rostflecken gesprenkelten Stahlstäbe hielt und mir im Park umhertollende Kinder vorstellte – ließ der Busfahrer bei geöffneten Türen über die Musikanlage die Melodie von Strawberry Flied forever anklingen:

       »Let me take you down
      `Cause I’am going to Strawberry Fields
      Nothing is real
      And nothing to hung about
      Strawberry Fields forever«

    (Please, alle wieder einsteigen.)

       Unser nächstes Ziel lag in einer hübschen Reihenhaussiedlung. (Please, alle wieder aussteigen.) Weil der Bus in der Mitte der schmalen Sackgasse, dort wo unser Ziel lag, nicht wenden konnte, liefen wir dass Stückchen zu Fuß, wobei mir, während ich mir die Reihenhäuser ansah, mein Lieblingswitz wieder einfiel.

    Also:

       Unterhalten sich zwei Nachbarn einer Reihenhaussiedlung, in der ein Haus gleich dem andern ist. Sagt der eine:
       »Du hast doch vor kurzem dein Wohnzimmer tapeziert. Wie viele Rollen Tapeten hast da dafür gekauft«?
       »Neun«, antwortet der andere.

    Zwei Wochen später treffen die beiden sich zufällig auf der Straße wieder. Fragt der andere:

       »Und, hast du dein Wohnzimmer tapeziert«?
       »Klar«, antwortet der eine, mit einem hörbar dumpfen Unterton und fügt an:
       »Ich hatte wohl sechs Rollen zu viel«, woraufhin der andere mit einem Schulterzucken sagte«,
       »Ich auch«. – –.

       Das Reihenhaus, vor dem wir schließlich stehen blieben, war das Geburtshaus von Paul McCartney. Unschwer war zu erkennen, dass in dieser Siedlung gutbürgerliche Mittelschichtfamilien leben; wo wohlbehütete Kinder auf der Straße Dreirad fahren und sich die glücklichen Eltern um die Pflege ihrer Rosenstöcke im Vorgarten kümmern.

       Ein typisches Unterscheidungsmerkmal solcher Reihenhäuser sind häufig individuell gestaltete Treppenaufgänge oder Haustüren. Und das nicht nur in Großbritannien, sondern auch bei uns in Deutschland. In dieser Straße waren jedoch alle gleich. Dafür hatte aber jedes Hausdach eine unterschiedlich gestrichene Dachrinne! Die eine war rot, die des Nachbarn war schwarz. Die vom nächsten war blau, die des übernächsten grün, und die des überübernächsten Nachbarn war grau. Na, wenn das keine geniale, für alle am Konkurrenzkampf Beteiligten weitaus kostengünstigere Lösung ist, um sich voneinander abzuheben. Lass es geschehen. Let it be.

       »When I find myself in times of trouble
        Mother Mary comes to me
        Speaking words of wisdom, let it be …«

    (Please, alle wieder einsteigen.)

       Im Gegensatz zu dem gerade Gesehenen zeigte sich die Gegend um das Liverpooler Hafenviertel Dingle trostlos; dort wo das Geburtshaus von Ringo Starr steht. Genau genommen müsste ich sagen, dort wo es noch steht. Ich weiß nicht ob es Zufall war oder ob ein Zusammenhang besteht: Jedenfalls war es das einzige in der von Gott und der Welt verlassenen Seitenstraße, dessen Fensterlöcher noch nicht durch Blech- oder Holzverschläge verrammelt waren. Schon bald, so erklärte Alex, werden diese und noch andere der umliegenden Häuserzeilen abgerissen werden. Neubauten sollen hier entstehen. Wer also gerne noch Ringos Geburtshaus in natura betrachten möchte, sollte sich schleunigst auf den Weg machen. Andererseits, verpasst haben Sie nichts, falls der Raupenbagger mit der am Haken pendelnden Metallbirne vor Ihnen eintreffen sollten.

       »Yesterday, all my troubles seemed so far away
        Now it looks as though they’re here to stay
        Oh, I believe, in yesterday
    «

       Der Stadtteil, wo John Lennon und Paul McCartney aufwuchsen, steht allerdings nach wie vor mitten im Leben. Am »Smithdown Place« angekommen, verkündete Alex frohgemut: »Please, alle wieder aussteigen«.

       Höchstwahrscheinlich wird Ihnen, wie mir damals, der Name des Platzes nichts sagen. Was auch nicht weiter schlimm ist. Dennoch behaupte ich, dass sich dieser Ort bei Millionen und Abermillionen Menschen des Öfteren schon als melodischer Ohrwurm eingenistet hat. Auch bei Ihnen. Wie, Sie glauben mir nicht? Okay, bitteschön, dann hier noch mal. Alle, die sich später am Tag noch konzentrieren müssen und daher keinen Ohrwurm gebrauchen können, sollten besser die nachfolgenden vier Abschnitte überspringen. Alle anderen, die weiter lesen möchten, stimmen bitte nun mit ein: Und one, two, and one two three four …

       »Penny lane, is in my ears and in my eyes
       There beneath the blue suburban skies
       I sit, and meanwhile back«

    […]

       Zurück am Bus, (Please, alle wieder einsteigen,) ließ Alex verlauten, dass wir uns dem Höhepunkt, der gleichzeitig auch das Ende der geführten »Magical Mystery Tour« darstellt, nähern würden. Als Pflichtprogramm, so seine Empfehlung, sollten wir auf eigene Faust dem Geburtsort der Beatles – dem Cavern Club – einen Besuch abstatten.

    […]

       Ein für Spelunken typisch schaler Bier- und kalter Zigarettenqualmgeruch lag in der Luft, als ich die Metallstufen der Wendeltreppe hinunter in den Keller stakste. Obwohl noch heller Tag war, kam ich mir vor wie ein Komparse in einem Tatort-Krimi im Rotlichtviertel, wo jeden Moment zwei Unterarm-tätowierte-Popey-Typen aus einer Bar getaumelt kommen, die sich gegenseitig die Zähne wegen der vollbusigen Thekenbedienung einschlagen.

       Ohne Zwischenfall unten angekommen, erwartete mich ein von der Aufteilung überschaubarer, schummriger Gewölbekeller mit niedriger Decke, einer Theke und einigen an den Rändern des Raumes verteilten Holztischgarnituren. Das Herzstück der wohl berühmtesten englischen Kellerkneipe entdeckte ich an deren Kopfende: Eine aus Brettertafeln zusammen geschusterte, einstufige Bühne. Auf eben einer solchen traten am 9. Februar 1961 die Beatles erstmals auf.

    […]

       Als ich so versonnen vor mich hin träumte, wurde mir bewusst, dass ich mich zu jener Zeit, als dies wirklich geschah, noch ziemlich genau zehn Jahre gedulden musste, bis dass ich das Licht der Welt erblicken würde. Und weitere 37 Jahre, um den Nachbau jener Bretter zu sehen, die für die Beatles das Sprungbrett hinaus in die Welt bedeuteten.

       Zurück in der Wirklichkeit, aber immer noch im Beatlesfieber, entschloss ich mich als nächstes der so genannten »The Beatles Story« einen Besuch abzustatten: Dem Beatle-Museum innerhalb der historischen Hafenanlage des Albert Docks.

       Keine Bange, ich werde Sie nicht mit der Aufzählung von Exponaten oder der detaillierten Beschreibung einzelner Museumsräume langweilen. Lediglich einen Raum möchte ich Ihnen zeigen: Und zwar den letzten. Folgen Sie mir bitte.

       Stellen Sie sich nun vor – Imagine – Sie betreten einen halbrunden Raum in einer Villa. Weiß ist die entscheidende Farbe: Die Wände sind weiß gestrichen, der Fußboden mit weißem Teppich ausgelegt. Längliche, bis auf den Boden reichende Fenster sind mit dünnen weißen Vorhängen zugezogen, hinter denen gelblich warmes Sonnenlicht darauf wartet, den Raum durchfluten zu dürfen, um so die ohnehin bereits friedliche Stimmung zu perfektionieren.

       Seitlich eines der Fenster steht in einem Ständer eine Rhythmusgitarre der Firma Grätsch. Daneben steht ein weißer Flügel. Und obwohl der Hocker dahinter leer ist, erklingt leise eine Melodie die Ihnen auf Anhieb so vertraut vorkommt – Imagine –.

       Hinter Ihnen an der Wand befinden sich originalgroße Porträtfotografien: Gesichter von Menschen unterschiedlichsten Alters und Rasse; von Männern, Frauen, Kindern und Babys mit heller und dunkler Hautfarbe – Imagine –.

       Die Szenerie, die Sie umgibt, ist eine harmonische Komposition – Magie! Von der beflügelnden Stimmung getragen, schweifen Ihre Blicke durch den Raum, an den Wänden entlang, über die Vorhänge bis hin zum Flügel. Auf dem zugeklappten Deckel liegt eine Nickelbrille mit gelblich getönten Gläsern. Daneben steht ein schwarzer Rahmen mit Trauerflor. Die Fotografie zeigt John Lennon, wie er im Jahre 1971 in seiner Villa im englischen Tittenhurst Park in Berkshire sinnierend hinter eben diesem weißen Flügel sitzt und singt; während seine Frau Yoko Ono in dem abgedunkelten Raum von einem Fenster zum nächsten schreitet, die Vorhänge beiseite schiebt, eines nach dem anderen öffnet, um das noch im Verborgen liegende Weiß des Raumes im Sonnenlicht hell erstrahlen zu lassen:

       »Imagine there’s no heaven
       It’s easy if you try
       No hell below us
       Above us only sky
       Imagine all the people
       Living life in peace – yuhuuuuuhh«

    […]

    Liverpool, England im Juli 2008
    Stephan Thiemonds©,
    "Querweltein Unterwegs - Trotz Überstunden die Welt erkunden"