Querweltein Unterwegs – Schweißen verbindet

Band 7: QWE Schweißen verbindet

„Das Wichtigste am Schweißen ist das w,
  ansonsten geht’s in die Hose“
Alte Schweißerweisheit
Erschienen 2015.
   Sechs Kurzgeschichten erzählen von der fachlichen, sachlichen und phantastischen Auseinandersetzung des Autors mit seinem Ursprungsberuf als Kupferschmied und Schweißer, und von den Erlebnissen durch seine Tätigkeit als Servicetechniker im weltweiten Einsatz. Diese Kombination aus Schweißen, Schrauben, Schreiben und Reisen führten ihn zu jener Erkenntnis, die als „guter Geist“ diesem Buche innewohnt, der wiederum die Faszination der Schweißtechnik mit ausmacht: Schweißen verbindet Stahl und Menschen, lokal und global. Was der Autor, in der Abfolge eines Wortspiels, als phänomenal bezeichnet.

   Ein literarisches Stilelement ist der Magische Realismus, das Vermischen der Grenzen zwischen Realität und Phantasie. Derartige Hirngespinste stehen eigentlich im Gegensatz zu der auf Normen und Regelwerken, auf Fakten und Funktionen beruhenden (Schweiß-)Technik. Die Berufserfahrung lehrte den Autor hingegen, dass selbst in einer technischen Branche die Phantasie einen ebenso hohen Stellenwert einnimmt wie die Realität. Weil der Ausdruck „Phantasie“ die kreative Fähigkeit eines Menschen/eines Technikers/eines Schweißers bezeichnet, die wiederum für den technischen Fortschritt unabdingbar ist…
  • Inspiriert wurde Thiemonds zu diesem Buch durch seinen beruflichen Einsatz bei einem Kunden im Industriegebiet Map Ta Phut in Thailand im Frühjahr 2014. Grund der Reise war, die Reparatur zweier Dünnschichtverdampfer-Rotoren zu begleiten. Am Einsatzort angekommen erfuhr er, dass die durch Schwingungsrisskorrosion entstanden Risse in den Edelstahlprofilleisten nicht, wie ursprünglich erdacht, durch das herkömmliche WIG-Schweißverfahren ausgebessert werden würden, stattdessen durch Laserschweißen. Seine erstmalige und plötzliche praktische Konfrontation mit dieser Technologie – Schweißen mittels Laser – inspirierte Thiemonds derart, dass er noch während seines Einsatzes die damit in Verbindung stehende Geschichte Die Rückkehr der Jedi-Ritter schrieb. Ausführende Fachfirma der (parallel zum Schreiben) ausgeführten Laserschweißungen war der DSI-Laserservice. Mit Zustimmung des Unternehmens erschien im Frühjahr 2015 Die Rückkehr der Jedi-Ritter-Geschichte erstmals in Band 5, Querweltein Unterwegs – Berufsalltag oder Alltagsflucht. Ergänzt durch fünf weitere Schweißtechnik-Geschichten, erschien im November 2015 der Erzählband Querweltein Unterwegs - Schweißen verbindet.

    Die Hauptgeschichte des Buches, Die Rückkehr der Jedi-Ritter, erzählt von dem beruflichen Einsatz in Chon Buri. Eingeleitet durch eine Episode der Star-Wars-Jedi-Ritter, übergehend in die Erfindung des Lasers und die Entwicklungsschritte der Laserschweißtechnik; wie die Rotoren in der DSI-Werkstatt lasergeschweißt wurden; von der mutmaßlich zielgerichteten Industriespionage durch die thailändische Strafverfolgungsbehörde DSI,  die in den Hirngespinsten des Autors das konstruktive Know-how der Dünnschichtverdampfer-Rotoren ausspionieren wollte. Die Geschichte schließt mit der Erklärung, warum das Team der DSI-Laserservice als die industriellen Jedi-Ritter des 21. Jahrhunderts angesehen werden können: weil sie, ähnlich wie die Star-Wars-Jedis, vereint mit ihren Laserschweißmaschinen für die Gute Macht kämpfen.

       Wir lieben die Stürme erzählt von einer beruflichen Schiffsreise zur Antarktis, auf dem zuvor bei der Bremerhavener MWB-Werft getrennten, verlängerten und wieder zusammen geschweißten Krill-Trawler Juvel. Als das Schiff eines Nachts in einen schweren Sturm geriet, stundenlang gegen Kaventsmänner ankämpfte, während in der Vorstellung des in seiner Koje liegenden Schweißfachmannes die Chaostheorie ablief: welche Schweißfehler in Schweißnähten schlummern und welche verheerenden Auswirkungen diese bei einem Schiff auf hoher See haben können. Wir lieben die Stürme erschien erstmals in Band 4, Querweltein Unterwegs – Seemannsgarn oder Sabotage in der Antarktis.

       Was wäre die Welt ohne Stahl setzt sich mit der Phantasie auseinander, wie heutzutage unsere moderne Industriewelt ohne Stahl aussehen und wie die Menschen dadurch beeinflusst werden würden. Was wäre die Welt ohne Stahl erschien erstmals in Band 3 Querweltein Unterwegs – Trotz Überstunden die Welt erkunden.

       Die Sache mit dem Edelstahl handelt von der Auswahl des richtigen Werkstoffes unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit und dessen fachgerechter Verarbeitung. Weniger im Hinblick auf berufliche Metallbauprojekte, vielmehr auf private: vom Handlauf über den Gartenzaunpfahl, der Schwimmbadleiter oder einer Stahlbaukonstruktion für eine Terrassenüberdachung, bis hin zum Eiffelturm-Nachbau für den Vorgarten. Eingegangen wird auf die sowohl in Fachkreisen, als auch im Hobbybereich kursierenden Werkstoffbezeichnungen, Markennamen und deren Synonyme, wobei die oftmalige Empfehlung des scheinbar fachkundigen Volksmundes, „Nimm Edelstahl. Oder noch besser, VA!“, den Kern der Erzählung bildet. Dass diese verallgemeinerte Empfehlung, „ein einziger Edelstahlwerkstoff für alle Metallbauvorhaben“, mitunter verheerende Folgen nach sich ziehen kann, wird am Präzedenzfall der Firma Fuscher GmbH & Co erläutert, bei dem es durch eine falsche Werkstoffauswahl zum Einsturz eines Schwimmbadhallendaches in Kleinkleckerbach kam. Darüber hinaus erzählt die Geschichte, unter welchen Umständen auch Edelstahl rostet, was man dagegen tun kann, und wie man generell den Schwierigkeiten bei der Verarbeitung von Edelstahl entkommt.

       Die Geschichte vom kleinen w erzählt in groben Zügen die internationale Entwicklungsgeschichte des Schweißens. Auf das „schweißtechnisch-orthographische“ w-Problem macht schon am Buchanfang ein Zitat aufmerksam, verfasst in einer von Generation zu Generation mündlich überlieferten Schweißerweisheit: „Das Wichtigste am Schweißen ist das w, ansonsten geht’s in die Hose.“.
  •    Auf dem unteren Drittel der Covervorder- und Coverrückseite sieht der Betrachter einen kreisbogen-förmigen Erdausschnitt, aus dem Blickwinkel des Weltraums. Der Hintergrund erlaubt einen Blick in das mit Sternen gespickte Universum. Über der Erdkrümmung der Covervorderseite ist ein Schweißer mit heruntergeklappter Haube bei der Arbeit zu sehen, wobei von der grellhellen Schweißstelle ein sprühender Funkenregen auf die Erde herabrieselt. Dieser soll symbolisch für die weltweite Verbreitung und Anwendung der Schweißtechnik stehen. Sowohl der Schweißer, als auch der über ihm stehende Buchtitel, Schweißen verbindet, erscheinen durch die vom Schweißlichtbogen ausgehende grelle Helligkeit in diffusem Licht.

       In die Covervorderseite integriert wurde das neue Querweltein-Unterwegs-Logo, das seit Erscheinen von Band 6 die QWE-Unterwegs-Buchreihe begleitet. Auf dem Erdausschnitt der Coverrückseite sind die Firmenlogos der mit dem Buch und seinem Autor in Verbindung stehenden Unternehmen dargestellt (DSI Thailand, Buss SMS Canzler und Carl Canzler). Die Logos stehen sinnbildlich dafür, dass Schweißen nicht nur Stahl, sondern auch Firmen und deren Mitarbeiter mitunter weltweit verbindet. Gestaltet wurde das Cover von dem Darmstädter Stephen Iwanowsky.
  •    Schweißen verbindet! Aber nicht nur Stahl. Auch Menschen. Beruflich und privat. Über Ländergrenzen hinweg. Interkontinental!
       Dieses schweißtechnische Phänomen entdeckt und erlebt der Autor, gelernter Kupferschmied und Schweißer, immer wieder während seinen beruflichen Weltreisen. Basierend auf Fach- und Sachwissen erzählt er in unterhaltsamen Plauderton die Geschichte der Schweißtechnik; wie und warum Schweißen verbindet; vom verflixten Branchenproblem mit dem kleinen w; von einer antarktischen Sturmnacht an Bord eines getrennten, verlängerten und wieder zusammengeschweißten Krill-Fangschiffes; was unsere Welt ohne Stahl wäre, und warum die Rückkehr der Jedi-Ritter mitentscheidend für die Zukunft der Schweißtechnik ist.

    Außergewöhnliche Fachlektüre für Branchenkenner. Faszinierende Einblicke für Branchenfremde in die Welt der Schweißtechnik.
    • Wer sonst?                        
    • Schweißen verbindet                         
    • Die Geschichte vom kleinen w                 
    • Die Rückkehr der Jedi-Ritter                    
    • Wir lieben die Stürme                        
    • Was wäre die Welt ohne Stahl?                
    • Die Sache mit dem Edelstahl
    • Herzlich bedanken …
    • Hinweise, Quellenangaben