Querweltein Unterwegs – Schweißen verbindet

Band 7: QWE Schweißen verbindet, Neuauflage 2019
Cover der Neuauflage - Erschienen 2020

Band 7: QWE Schweißen verbindet, Auflage 2015
Cover der Erstauflage - Erschienen 2015

„Das Wichtigste am Schweißen ist das w,
  ansonsten geht’s in die Hose“
Alte Schweißerweisheit
Überarbeitete Neuauflage. Januar 2020.
   Zehn Kurzgeschichten erzählen von der fachlichen, sachlichen und phantastischen Auseinandersetzung des Autors mit seinem Ursprungsberuf als Kupferschmied und Schweißer, und von den Erlebnissen durch seine Tätigkeit als Servicetechniker im weltweiten Einsatz. Diese Kombination aus Schweißen, Schrauben, Schreiben und Reisen führten ihn zu jener Erkenntnis, die diesem Büchlein als guter Geist innewohnt, der wiederum die Faszination der Schweißtechnik mit ausmacht: Schweißen verbindet. Metallisch und Menschlich. Lokal und global. Was der Autor, in der Abfolge eines Wortspiels, als phänomenal bezeichnet.

   Ein literarisches Stilelement dieser Geschichten ist der Magische Realismus: das Vermischen der Grenze zwischen Realität und Phantasie. Derartige Hirngespinste stehen eigentlich im Gegensatz zu der auf Normen und Regelwerken, auf Fakten und Funktionen beruhenden (Schweiß-)Technik. Die Berufserfahrung lehrte den Autor hingegen, dass selbst in einer technischen Branche die Phantasie einen ebenso hohen Stellenwert einnimmt wie die Realität. Weil der Ausdruck „Phantasie“ die kreative Fähigkeit eines Menschen/eines Technikers/eines Schweißers bezeichnet, die wiederum für den technischen Fortschritt unabdingbar ist…
  • …Inspiriert wurde Thiemonds zum Schreiben der Erstauflage durch seinen beruflichen Einsatz bei einem Kunden im Industriegebiet Map Ta Phut in Thailand, im Frühjahr 2014. Grund der Reise war, die Reparatur zweier Dünnschichtverdampfer-Rotoren zu begleiten. Am Einsatzort angekommen erfuhr er, dass die durch Schwingungsrisskorrosion entstanden Risse in den Edelstahlprofilleisten nicht, wie ursprünglich erdacht, durch das herkömmliche WIG-Schweißverfahren ausgebessert werden würden, stattdessen durch Laserschweißen. Seine erstmalige und plötzliche praktische Konfrontation mit dieser Technologie – Schweißen mittels Laser – inspirierte Thiemonds derart, dass er noch während seines Einsatzes die damit in Verbindung stehende Geschichte Die Rückkehr der Jedi-Ritter schrieb. Ausführende Fachfirma der, parallel zum Schreiben ausgeführten, Laserschweißungen, war der DSI-Laserservice. Mit Zustimmung des Unternehmens erschien im Frühjahr 2015 Die Rückkehr der Jedi-Ritter-Geschichte erstmals in Band 5, Querweltein Unterwegs – Berufsalltag oder Alltagsflucht. Ergänzt durch fünf weitere Schweißtechnik-Geschichten, erschien im November 2015 der Erzählband Querweltein Unterwegs - Schweißen verbindet. Vier Jahre später erschien bei der DVS-Media, der Verlagsabteilung des Deutschen Verbandes für Schweißen und verwandte Verfahren e.V., eine überarbeitete und um vier Geschichten erweiterte Neuauflage.

       Schweißen verbindet erzählt, warum dieses Büchlein als Beweis dafür steht, dass durch Schweißen, Achtung! – metallische, fachpersonalspezifische und fachübergreifende Verbindungen entstehen.

       Die Geschichte vom kleinen w erzählt in Kurzform die internationale Entwicklungsgeschichte des Schweißens. Zudem macht sie aufmerksam, auf das seit vielen Jahrhunderten mit ihr einhergehende „schweißtechnische-orthographische“ w-Problem. Verfasst in einer von Generation zu Generation mündlich überlieferten Schweißerweisheit: „Das Wichtigste am Schweißen ist das w, ansonsten geht’s in die Hose.“.

       Die Rückkehr der Jedi-Ritter, erzählt von dem beruflichen Einsatz in Chon Buri. Eingeleitet durch eine Episode der Star-Wars-Jedi-Ritter, übergehend in die Erfindung des Lasers und die Entwicklungsschritte der Laserschweißtechnik; wie die Rotoren in der DSI-Werkstatt lasergeschweißt wurden; von der mutmaßlich zielgerichteten Industriespionage durch die thailändische Strafverfolgungsbehörde DSI, die in den Hirngespinsten des Autors das konstruktive Know-how der Dünnschichtverdampfer-Rotoren ausspionieren wollte. Die Geschichte schließt mit der Erklärung, warum das Team der DSI-Laserschweißer als die industriellen Jedi-Ritter des 21. Jahrhunderts angesehen werden: weil sie, ähnlich wie die Star-Wars-Jedis, vereint mit ihren Laserschweißmaschinen für die Gute Macht kämpfen.

       Kurz und schmerzlos erzählt von der Technologie des Laserschweißens. Von dem entscheidenden Unterschied zu herkömmlichen Schweißprozessen und den damit eingehenden mechanisch-technologischen Vorteilen. Davon, dass alles Entscheidende im Bruchteil einer einzigen Sekunde geschieht. Von der Faszination die sowohl der Fachmann und die Fachfrau verspürt, als auch der Laie. Just in dem magischen Moment, wenn man erstmals das Wirkprinzip des Laserschweißens versteht. Inspiriert wurde Thiemonds zum Schreiben dieser Geschichte auf der Rücksitzbank eines Toyota Hillux Pick-up, im Firmenwagen der DSI Thailand. Als er gemeinsam mit der Inhaberin, Miss Banpao, und dem R&D-Manager, Mister Pradissum, unterwegs war und sie ihn derweil in das Geheimnis des Pulslaserschweißens einweihten: Kurz und schmerzlos.

       Wir lieben die Stürme erzählt von einer beruflichen Schiffsreise zur Antarktis, auf dem zuvor bei der Bremerhavener MWB-Werft getrennten, verlängerten und wieder zusammen geschweißten Krill-Trawler Juvel. Als das Schiff eines Nachts in einen schweren Sturm geriet, stundenlang gegen Kaventsmänner ankämpfte, während in der Vorstellung des in seiner Koje liegenden Schweißfachmannes die Chaostheorie ablief: welche Schweißfehler in Schweißnähten schlummern und welche verheerenden Auswirkungen diese bei einem Schiff auf hoher See haben können. Wir lieben die Stürme erschien erstmals in Band 4, Querweltein Unterwegs – Seemannsgarn oder Sabotage in der Antarktis.

       Was wäre die Welt ohne Stahl setzt sich mit der Phantasie auseinander, wie heutzutage unsere Industriewelt ohne Stahl aussehen würde und in welchem Ausmaß das Nichtvorhandensein von Stahl uns Menschen im (Arbeits-)Alltag beeinflusst. Was wäre die Welt ohne Stahl erschien erstmals in Band 3 Querweltein Unterwegs – Trotz Überstunden die Welt erkunden.

       Die Sache mit dem Edelstahl handelt von der Auswahl des richtigen Werkstoffes unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit und dessen fachgerechter Verarbeitung. Weniger im Hinblick auf berufliche Metallbauprojekte, vielmehr auf private: vom Handlauf über den Gartenzaunpfahl, der Schwimmbadleiter oder einer Stahlbaukonstruktion für eine Terrassenüberdachung, bis hin zum Eiffelturm-Nachbau für den Vorgarten. Eingegangen wird auf die sowohl in Fachkreisen, als auch im Hobbybereich kursierenden Werkstoffbezeichnungen, Markennamen und deren Synonyme, wobei die oftmalige Empfehlung des scheinbar fachkundigen Volksmundes, „Nimm Edelstahl. Oder noch besser, VA!“, den Kern der Erzählung bildet. Dass diese verallgemeinerte Empfehlung, „ein einziger Edelstahlwerkstoff für alle Metallbauvorhaben“, mitunter verheerende Folgen nach sich ziehen kann, wird am Präzedenzfall der Firma Fuscher GmbH & Co erläutert, bei dem es durch eine falsche Werkstoffauswahl zum Einsturz eines Schwimmbadhallendaches in Kleinkleckerbach kam. Darüber hinaus erzählt die Geschichte, unter welchen Umständen auch Edelstahl rostet, was man dagegen tun kann, und wie man generell den Schwierigkeiten bei der Verarbeitung von Edelstahl entkommt.

       Erzengel Raphael erzählt vom mehrmonatigen beruflichen Einsatz beim Apparatebauer Barlage GmbH im Emsland. Vom Namensgedächtnisproblem des Autors bezüglich seiner neuen Kollegen, und von der absonderlichen Gemeinsamkeit zwischen zehn kleinen Klärschlammtrocknern und dem Erzengel Raphael.

       Die Magie der Industrie erzählt von einem offensichtlich untalentierten Schweißer der nie erwachsen werden wollte, während er als Kupferschmied im stahlharten Industriealltag beim Schweißen durch das Singen des gleichnamigen Peter Maffay Songs unterm heruntergeklappten Schweißerhelm Trost sucht. Wie er derweil auf magische Weise von der für ihn schmerzlichen Wirklichkeit über die Musik und einer durch sie plötzlich aufgepoppten Phantasterei zur Lösung seines Problems kam: auf die Erfindung der Schweißnaht-Schuppen-Schönmach-Maschine©.

       Schweißen verbindet – und erfüllt Kinderträume erzählt den wahrgewordenen Kindertraum des als Halbwaise aufgewachsenen Autors. Ausgehend von seinem am helligen Tage geträumten Traum, eine Schule für Waisenkinder in Asien zu bauen. Über die Desillusion, sich seinen Traum als hauptberuflicher Kupferschmied und nebenberuflicher Industriegeschichten-Schreiber niemals erfüllen zu können. Die Geschichte erzählt vom frustrierenden Gefühl seines mehrmals zerplatzten Kindertraumes, neu aufgeflammter Hoffnung, scheinbar zufälligen Begegnungen und den sich daraus ergebenden, phantastisch klingenden Möglichkeiten. Ursprünglich hervorgegangen aus schweißtechnischen Verbindungen – die in der Retroperspektive betrachtet nicht nur Metall und Menschen verbinden, sondern auch Kinderträume erfüllen.
  •    Das Cover der Neuauflage wurde von Frau Laura Sieben, Mitarbeiterin der DVS-Media, gestaltet. Die aufgeklappte Vorder- und Rückseite zeigt zwei Lichtbogenhandschweißer bei der Arbeit vor einer bei nachtbeleuchteten Wolkenkratzerskyline. Vom Lichtkegelzentrum der grellhell abschmelzenden Stabelektroden sprüht ein Funkenregen in alle Himmelsrichtungen. Dieser steht symbolisch für die weltweite Verbreitung und Anwendung der Schweißtechnik.

    Zwischen den Schweißern und über der Wolkenkratzerskyline ruht, im zentralen Hintergrund des Covers, die Erde, aus dem Blickwinkel des Weltraums. Gesamtbetrachtet gespickt von einem Meer aus Sternen, umgeben von diffusem Licht. Dieser Eindruck symbolisiert die Sicht des Schweißers durch das getönte Glas des heruntergeklappten Schweißschildes auf die ihn umgebene Welt während seiner Arbeit. Über der Erde spannt sich ein aus geometrischen Formen zusammengefügtes Netz, dessen Verbindungstellen jeweils ein Punkt markiert. Ursprünglich entstanden, durch das scheinbar willkürliche Auftreffen eines beim Schweißen von der abschmelzenden Stabelektrode sprühenden Funken.

    Dieses weltumspannende, durch die Schweißtechnik entstandene, metallische-menschliche Verbindungsnetz symbolisiert sowohl den Titel des Buches – „Schweißen verbindet“ – als auch seinen Untertitel – „You’ll Never Work Alone!“
  •    Schweißen verbindet! Aber nicht nur Stahl. Auch Menschen. Beruflich und privat. Über Ländergrenzen hinweg. Interkontinental!
       Dieses schweißtechnische Phänomen entdeckt und erlebt der Autor, gelernter Kupferschmied und Schweißer, immer wieder während seinen beruflichen Weltreisen. Basierend auf Fach- und Sachwissen erzählt er in unterhaltsamen Plauderton die Geschichte der Schweißtechnik; wie und warum Schweißen verbindet; vom verflixten Branchenproblem mit dem kleinen w; von einer antarktischen Sturmnacht an Bord eines getrennten, verlängerten und wieder zusammengeschweißten Krill-Fangschiffes; was unsere Welt ohne Stahl wäre, und warum die Rückkehr der Jedi-Ritter mitentscheidend für die Zukunft der Schweißtechnik ist.

    Außergewöhnliche Fachlektüre für Branchenkenner. Faszinierende Einblicke für Branchenfremde in die Welt der Schweißtechnik.
    • Vorwort Herr Hoene, DVS Media
    • Vorwort Prof. Dr. Kuscher DVS SLV Hannover                           
    • Schweißen verbindet                         
    • Die Geschichte vom kleinen w                 
    • Die Rückkehr der Jedi-Ritter    
    • Kurz und Schmerzlos               
    • Wir lieben die Stürme                        
    • Was wäre die Welt ohne Stahl?                
    • Die Sache mit dem Edelstahl
    • Erzengel Raphael
    • Die Magie der Industrie
    • Schweißen verbindet – und erfüllt Kinderträume   
    • Herzlich bedanken …